Bielefeld – Industriestadt und Wirtschaftszentrum
Bielefelds Wirtschaft durchlief in seiner Geschichte einen großen Strukturwandel. Nach seiner Gründung war die Stadt zunächst ein regionales Handelszentrum. Im 19. Jahrhundert bekam Bielefeld durch die Industrialisierung ein neues Gesicht. Die dortige Textilindustrie erlebte ein rasantes Wachstum, so dass der Ort zur Textil-Hauptstadt Deutschlands aufstieg. Konkret möglich wurde dies durch den Eisenbahnanschluss, der Bielefeld 1848 erhielt. Der neue Zugang zur Köln-Mindener Eisenbahnstrecke ermöglichte die Lieferung von Kohle aus dem Ruhrgebiet und damit verbunden, den Betrieb von Dampfmaschinen in der textilverarbeitenden Industrie.
Zur Jahrhundertwende kam der Maschinenbau als wichtiger Wirtschaftsfaktor hinzu. Der profitierte von der Nachfrage nach Maschinen in der Textilverarbeitung. In dieser Zeit errichtete der Bielefelder Apotheker August Oetker seine erste Fabrik. Aus dieser ging der internationale Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker hervor.
Dieses Unternehmen ist heutzutage eines der Aushängeschilder der Bielefelder Wirtschaft.
Die Bedeutung der Textilindustrie ging nach dem 2. Weltkrieg jedoch kontinuierlich zurück, der Bereich Maschinenbauch ist jedoch nach wie vor recht groß vertreten in Bielefeld. Weitere Arbeitsplätze existieren heute im Handel oder in Dienstleistungsunternehmen.
